HoME_-Arab

Doris Geiger

Doris Geiger formt Ton nach Vorlagen von historischen Fotografien und Beschreibungen. Lange Zeit arbeitete sie vornehmlich mit Aufzeichnungen von Peter Simon Pallas, insbesondere seiner Reisen durch Russland im 18. Jahrhundert. Seit einigen Jahren orientiert sie sich an den ‘Frauen des Orients’, ein Buch von Amand Freiherr von Schweiger-Lerchenfeld. Geiger stellt starke, sinnliche, teils androgyne Frauen dar, oftmals in rätselhafter Körperhaltung,  zurückgenommen und zugleich nach vorn strebend. Sie wirken verwegen, verletzlich, unheimlich, einsam, zart, kraftvoll.
Die ältesten Fotografien von Menschen als Grundlage ihrer Geschöpfe sind für Geiger auch deshalb zentral, weil sie die Auffassung alter Lichtbildner teilt, dass die stärksten Darstellungen von jenen Menschen entstehen, die noch nie einen Spiegel außer dem Wasser vor Augen hatten.
Zuletzt sind Voodoowesen der Wüste entstanden. Haupt, Hände und Füße sind aus Ton, die Körper aus Stoff gefertigt. Die handgenähten Kleider sind alten arabischen Darstellungen nachempfunden. Auf der Suche nach ursprünglichen menschlichen Wesenszügen entstehen Figuren oft in einem jahrelangen Prozess.

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